Dr. Martina Oldhafer

Dr. Martina Oldhafer

5 Fragen an...

Dr. Martina Oldhafer
Soziologin, 1. Vorsitzende

  1. Wie bin ich zu diesem Thema gekommen?
    Als Soziologin beschäftigte ich mich intensiv mit dem Thema Identitätsentwicklung nach Organtransplantation im Kindes- und Jugendalter. Daraus entwickelte ich mit Frau Prof. Offner das Transferprogamm endlich erwachsen.
  2. Was motiviert mich hier aktiv zu sein?
    Das gute Gefühl für junge Menschen mit Handicap etwas Sinnvolles zu tun. Des Weiteren gesundheitspolitisch auf diese Versorgungslücke hinzuweisen und dazu beizutragen diese zu schließen.
  3. Mein schönste Erfahrung mit Jugendlichen im Transitionsprozess
    Da gibt es nicht eine, sondern viele positive Erfahrungen, wenn man junge Erwachsene begleitet und erfährt, dass sie etwas für ihr Leben mitgenommen haben. Eine Ausbildung oder gar ein Studium trotz Handicap absolviert haben und ihre eigene Familie gründen konnten.
  4. Was muss sich ändern, damit Transition erfolgreich wird?
    Ein Umdenken bei Medizinern, Psychologen und Eltern. Loslassen und positiv begleiten, keine Abhängigkeiten fördern, sondern unterstützen und Kompetenzen fördern.
  5. Wo liegen die größten Hürden bei der Umsetzung einer erfolgversprechenden Transition?
    Die größte Hürden liegen in einem nicht ausgeprägten Bewusstsein für die Notwendigkeit einer gelenkten und begleiteten Transition, bei Internisten, bei Kostenträgern, bei vielen Kinder- und Jugendärzten und den Eltern.