Irene Petersen

Irene Petersen

5 Fragen an...

Irene Petersen

  1. Wie bin ich zu diesem Thema gekommen?
    Als Psychologin betreue ich im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf zum einen lebertransplantierte Kinder und Jugendliche sowie deren Familien und zum anderen erwachsene Herz- und Lungentransplantationspatienten. Daher bin ich regelmäßig mit den Problemen und Schwierigkeiten konfrontiert, die der Übergang in die Erwachsenenmedizin mit sich bringen kann - sowohl davor als auch nach danach.
  2. Was motiviert mich hier aktiv zu sein?
    Im Transitionsprozess ist viel Unterstützung notwendig, nicht nur von medizinischer Seite, sondern interdisziplinär. Mein Anliegen ist es, die psychologische Sichtweise im Beirat zu vertreten. Ich möchte darüber hinaus meine Erfahrung aus Elternsicht mit einbringen. Meine Tochter wurde nämlich als Säugling transplantiert und steht kurz vor dem Übergang in die Erwachsenenmedizin.
  3. Mein schönste Erfahrung mit Jugendlichen im Transitionsprozess
    Mitzuerleben, wie junge Menschen trotz gesundheitlicher Einschränkungen ihren ganz persönlichen Weg zur Selbständigkeit finden. Sie dabei unterstützen zu können, ist eine sehr dankbare Aufgabe.
  4. Was muss sich ändern, damit Transition erfolgreich wird?
    Mehr Aufklärung, Schulung und Fortbildung aller am Transitionsprozess Beteiligten sind notwendig. Außerdem sollten die betroffenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen in die Planung von Transitionsprogrammen mehr mit einbezogen werden, ebenso deren Eltern. Sonst ist die Gefahr groß, dass wir an den tatsächlichen Bedürfnissen vorbei planen.
  5. Wo liegen die größten Hürden bei der Umsetzung einer erfolgversprechenden Transition?
    Die größten Hürden liegen darin, Erwachsenenmediziner davon zu überzeugen, dass ein „Mehraufwand“ für diese jungen Patienten notwendig ist sowie eine gesicherte Finanzierung für diesen zusätzlichen Aufwand zu erreichen.